SCHEITERHAUFEN



Es gibt schon wieder ein Gericht aus Kindertagen - nämlich Scheiterhaufen. Der Grund dafür liegt eigentlich beim Töchterchen. Die Schüler wurden beim Kochunterricht nämlich befragt, ob sie einen Scheiterhaufen kennen. Mehr als die Hälfte der Schüler (inkl. meiner Tochter)  wusste mit dem Begriff nix anzufangen. Die Lehrerin nahm das daher zum Anlass, mit den Schülern einen Scheiterhaufen zu versuchen. Möglicherweise verdarben viele Köche den Scheiterhaufen -  weil letztendlich war es ein gescheiterter Haufen (hat meine Tochter jedenfalls behauptet!). Irgendwie hat meine Süße dieses Rezept aber doch beschäftigt und sie hat mich gebeten, ob wir das nicht daheim nochmal machen könnten. Nichts lieber als das! Gemeinsam Kochen macht immer Spaß! So ganz problemlos lief es aber dann bei uns auch nicht, ich hatte zu wenig altbackenes Weißbrot! Improvisationshalber habe ich das fehlende Weißbrot durch Knödelbrot ersetzt - hat super funktioniert - und gschmeckt hat's köstlich. Seither ist mein Töchterchen ein bekennender "Scheiterhaufen-FAN"!


Zutaten für 4 Personen:
1/4 kg altbackenes Weißbrot
(köstlich schmeckt auch altbackenes Hefegebäck, ersatzweise funktioniert es aber auch mit Knödelbrot, Zwieback ....)
2 Eier
3/8 Liter Milch
1 Prise Salz
700 g Äpfel (alternativ: Zwetschgen, Marillen, Rhabarber etc.)
1 Bio-Zitrone (Saft und abgeriebene Schale davon) 
1 TL Zimt
70 g Zucker
40 g Butter
1 EL Rohzucker
Staubzucker zum Bestreuen

Rezept Vanillesoße (hier bereits verlinkt)



Zubereitung:
  • Brot blättrig schneiden
  • Milch mit Eiern und Salz versprudeln - ca. die Hälfte der Eiermilch über das geschnittene Brot gießen und anziehen lassen
  • Äpfel schälen und blättrig schneiden - dann mit Zucker und der geriebenen Zitronenschale dem Zitronensaft und dem Zimt vermischen
  • Eine Auflaufform mit etwas Butter ausstreichen und lagenweise die Brot- bzw. Apfelmasse einfüllen - die letzte Schicht sollte mit Brot abschließen
  • Restliche Eiermilch darübergießen und mit Butterflöckchen belegen - den Rohzucker drüberstreuen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 ° ca. 30 Minuten backen
  • Mit Staubzucker bestreuen und mit warmer Vanillesauce servieren

Variante:
  • Rosinen zur Apfelmasse dazugeben
  • Eier in Dotter und Eiklar trennen
  • Eiklar mit 2 EL Zucker zu Schnee schlagen und ca. 20 Minuten nachdem
    der Scheiterhaufen ins Backrohr gegeben wurde auf der Oberfläche verteilen - ca. 10 Minuten fertigbacken - bis das Baiser eine schöne hellbraune Farbe angenommen hat 








Kommentare:

  1. Das ist ein tolles Rezept, und so schön fotografiert! Meine Mutter liebt es - eins der wenigen Gerichte, die sie ohne Widerrede isst. Ein bisschen wie der englische bread and butter pudding auch.
    Und danke für den "Kranken"besuch. Knie wird langsam....

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    1. Freut mich zu hören, dass es deinem Knie wieder besser geht! <3

      Zugegebenermaßen hatte ich Scheiterhaufen vorher noch "nie" gemacht - eben wirklich nur weil meine Tochter sich das wünschte. Da es wirklich total gut geschmeckt hat, wird's das jetzt sicher öfter bei uns geben. Ich habe eh meist hart gewordenes Brot daheim - Resteverwertung vom Feinsten sag ich mal!

      Glg. Kathrin

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  2. Ein Rezept das mich an meine zeit an zuers am arlberg erinnert. Im zuerserhof gab es auch diesen legendären Scheiterhaufen u ich und meine Familie finden es ist einfach ein herrliches Gericht... Tolle Bilder wie immer ;) herzlichst AnnA

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    1. Liebe AnnA!

      Oh welche Ehre, dass dich mein Scheiterhaufen an den Zürserhof erinnert!

      Ja du hast recht - es ist herrlich und noch dazu so einfach!

      Viele liebe Grüße nach Kärnten!

      Kathrin

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  3. Liebe Kathrin,

    da lacht mein bayerisches Herz. Ich dachte immer, der Scheiterhaufen heißt in Österreich ganz anders.

    Es grüßt mit einem Haufen Grüße

    Martin

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    1. Griass di Martin!

      Da lacht ned nur des boarische Herz - da lacht scho des tirolerische Herzal a <3!


      Wos host denn denkt wia des bei uns hoasst?

      Ich hob scho einigschaut auf dei Seitn - ja sapperlott, des is ja da Wahnsinn wos du do für Sachen machst - schaut ois so narrisch guad aus!

      Liabe Grüße!

      Kathrin

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  4. Hallo liebe Kathrin!

    Mir war der Scheiterhaufen auch völlig unbekannt. Ich bin nur beim Lesen der Überschrift etwas erschrocken ;-)

    Das klingt wie "Arme Ritter deluxe" aus dem Backofen und ist damit genau das Richtige für mich. Erstens weil ich Arme Ritter liebe und zweitens gibt es nichts besseres als Gerichte aus dem Backofen... wenn das Essen fertig ist, ist die Küche geputzt und man kann sich hinterher zufrieden auf dem Sofa niederlassen ;-)

    Viele liebe Grüße
    Christin

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  5. Hallo,

    ich würde dich gerne zu unserem neuen Blogevent mit dem Motto „meine Inspirationen“ einladen. Die Idee hinter diesem Event ist es, dass ihr einen Blog vorstellt, welcher euch inspiriert und euren Lesern erzählt, warum euch dieser Blog begeistert. Außerdem geht es darum, ein größeres Netzwerk untereinander zu kreieren und den Blog, welcher einen besonders inspiriert, mit ein paar netten Worten zu loben.
    Alle Infos zu dem Event findest du hier: http://www.kuechenplausch.de/events/cmviews/id/295

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du auch mitmachen würdest.

    Liebe Grüße
    Isabell

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  6. Ich muss auch zugeben, dass ich bei der Überschrift "Scheiterhaufen" nicht gedacht hätte, dass sich etwas leckeres dahinter verbergen würde:) Ich liebe sowieso alle Gerichte die mit Äfeln zubereitet werden, also super Rezept!:)
    Grüße aus Südtirol Italien, Auri.

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