HEILIGENBLUT / GLOCKNERGRUPPE



Es bloggt wieder einmal der Göttergatte.

Sommerfrische auf der Alm - das ist ein besonderes Erlebnis. Als Kinder haben wir immer im Sommer und im Winter einige Tage auf der Alm verbracht, und ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück.

In diesem Sommer habe ich gemeinsam mit meiner Tochter drei Tage auf einer Almhütte in Heiligenblut (Glocknergruppe) verbracht. Wie man auf den Fotos sieht, war das Wetter ziemlich wechselhaft. Aber für einen Alm-Urlaub gibt es kein "schlechtes" Wetter. Denn wenn es draußen regnet und der Nebel vom Tal herauf zieht - dann wird es in der warmen Hütte erst recht gemütlich.
















Natürlich haben wir auch die Wallfahrtskirche in Heiligenblut besichtigt und das Bergsteiger-Grab am Friedhof besucht. In dem Buch am Grab sind alle Namen der Bergsteiger angeführt, die am Glockner tödlich verunglückt sind.






Fahrt zur Franz-Josefs-Höhe und Wanderung auf dem Gamsgrubenweg (mit Blick auf die Pasterze, den längsten Gletscher der Ostalpen). Und wir hatten Glück - für einen ganz kurzen Moment tauchte der Gipfel des Großglockners aus den Wolken auf.





























JOHANNISBEER-SCHNITTEN




Manchmal muss ich Sachen machen, auf die ich keine Lust habe. Aber dieses Problem haben wir ja alle mal mehr oder weniger. In diesem Fall geht es um die besagten Johannisbeer-Schnitten,  die sich der Göttergatte ausgesucht hat. Ich mag zwar gern Johannisbeersaft, aber im großen und ganzen hat sich's damit auch schon. Aber dann wird mir - gemeinsam mit den frisch gepflückten Johannisbeeren - schon das Rezept über den Tisch rübergeschoben! Abwehrend versuche ich noch einzuwenden, dass ich mir nicht so recht vorstellen kann, dass Johannisbeeren im Kuchen gut schmecken würden! Nach  kurzem Durchlesen des Rezeptes bin ich endgültig überzeugt, dass dieser Kuchen nur ein Reinfall werden kann - die Zubereitung gefällt mir absolut nicht! Beinahe mit Engelszungen redet der Göttergatte auf mich ein. So nach dem Motto, das ist egal - wenn's nicht schmeckt esse ich es halt allein! Abschließend muss ich sagen - Rezept abgewandelt - und der Göttergatte hat die Schnitten absolut nicht allein essen müssen - sie waren extrem köstlich! Welch ein Glück, dass wir so viele Johannisbeeren im Garten haben - Yummie!!





Zutaten für 1 Backblech
125 g kalte Butter
75 g weiche Butter
175 g Mehl
4 Eier
180 g Zucker
1 Prise Salz
1 Bio-Zitrone
500 g Topfen 
4 TL Speisestärke
300 g Johannisbeer-Gelee
400 g schwarze Johannisbeeren






Zubereitung  Teig:

  • Backblech mit Backpapier belegen
  • Boden: 1 Ei trennen, 175 g Mehl, 50 g Zucker, 1 Prise Salz, Eigelb und 125 g kalte Butter in Stückchen mit dem Knethaken des Rührgerätes zu einem glatten Teig verkneten
  • Teig zugedeckt ca. 1/2 Stunde kalt stellen

Zubereitung Topfenmasse:
  • Bio-Zitrone heiß abwaschen und trocken tupfen - Schale fein abreiben - Zitrone auspressen
  • 75 g Butter und 130 g Zucker mit dem Schneebesen des Rührgerätes gut cremig rühren
  • 3 Eier und das übrige - zu Schnee geschlagene Eiweiß - sowie den Topfen nach und nach unterrühren
  • Zitronenschale, Zitronensaft sowie die Stärke ebenfalls unterrühren
  • Backofen auf ca. 175° vorheizen

Zubereitung Schnitten:
  • Teig dünn ausrollen und auf das Backblech legen - mit einer Gabel mehrmals einstechen 
  • Johannisbeergelee gleichmäßig auf dem Teig verteilen und dann die Johannisbeeren darübergeben
  • Zuletzt die Topfenmasse darübergeben und möglichst glatt streichen
  • Im vorgeheizten Backrohr ca. 1 Stunde backen und dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen




















ZIEGENKÄSE-CROSTINI MIT MARILLENCHUTNEY




Ich muss zugeben, es ab und zu ganz gern mal "süss-sauer" zu mögen. Viele Leute können ja mit dieser Geschmacksrichtung nicht allzuviel anfangen. Wenn ich da so an das ein oder andere Gericht beim Chinesen denke - kann ich das absolut verstehen. Aber vielleicht sollten diejenigen mal selber ein Marillenchutney machen - ich bin davon überzeugt, dass sie bald absolute "Süss-Sauer-Fans" werden würden! Dieses Marillenchutney liebe ich persönlich über alle Maßen! Es schmeckt absolut herrlich zu Grillfleisch, zu Wiener Schnitzel und natürlich zu Käse. In diesem Fall allerfeinst zu krossen Ziegenkäse-Crostinis! Mecker - ähm sehr lecker würde ich mal dazu sagen. Probieren wärmstens empfohlen!




Zutaten Chutney (ca. 4 -6 Gläser)
1 kg Marillen (Aprikosen)
250 g  Zwiebel
1 rote Chilischote
400 g Zucker 
1 TL Salz
180 ml  Weißwein-Essig
3 Marillenkerne

Zutaten Ziegenkäse-Crostini (für 4 - 6 Personen)
1/2 Baguette
150 bis 200 g Ziegenfrischkäse (kann natürlich auch normaler Frischkäse sein)
6 TL Marillenchutney
1 Handvoll schwarze Oliven
1 Zweig frischer Minze
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
fruchtiges Olivenöl zum Beträufeln





Zubereitung (Chutney):

  • Marillen vom Kern befreien und klein schneiden,  3 Marillenkerne knacken und die Kerne (die mandelähnlich aussehen)  im Mörser zerdrücken
  • Zwiebel möglichst fein würfeln
  • Von den Chilischoten die Kerne unter laufendem Wasser entfernen und in feine Streifen schneiden (wenn du es gern scharf magst  kannst du gerne auch ein paar Kerne dazugeben)  
  • Alle Zutaten im offenen Topf, bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren dicklich einkochen lassen
    (mindestens 1 Stunde - die Flüssigkeit muss sich ziemlich einreduzieren!)
  • Das fertige Chutney heiß in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen
  • Möglichst dunkel gelagert hält das Chutney ca. 1 Jahr




Zubereitung Ziegenkäse-Crostini:

  • Baguette schräg in Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier belegten Blech bei 170 ° ca. 8 Minuten rösten
  • Etwas abkühlen lassen und dann mit dem Ziegenfrischkäse bestreichen
  • Jeweils 1/2 TL Marillenchutney auf den Ziegenkäse daraufsetzen und Oliven und Minze auf den Crostinis verteilen
  • Zuletzt mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreuen und mit Olivenöl beträufeln



















 
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