MOOSBEER NOCKEN



Moosbeer-Nocken (Blaubeernocken) sind ganz schnell gemacht, furchtbar lecker und überhaupt's ganz am Besten wenn die Moosbeeren (Blaubeeren) selber gepflückt wurden! Gekaufte Heidelbeeren - die überdimensional riesigen Dinger ohne jeglichen Geschmack - sind dafür gänzlich ungeeignet!

Ich entsinne mich, dass auch mir als Kind das "Moosbeerbrocken" (Blaubeeren pflücken) eher in schauderhafter als in freudiger Erinnerung erhalten geblieben ist. Zugegebenermaßen ist für ein Kind das Herumgepirsche im Wald zum Beerenpflücken ja nicht unbedingt das was heute cool ist!  "Chillen"  ist angesagt - auch das hat man früher schlicht und einfach "herumstinken" genannt. Okay, die Zeiten ändern sich und das ist gut so!

Also mein liebes Töchterchen - ich hatte vollstes Verständnis für deine  Mieselmütigkeit beim letzten Moosbeersammeln. Übrigens fällt mir da eine Geschichte meiner Schwiegermutter ein,  die uns einst in Plauderlaune erzählte, dass dein Papa (also der Göttergatte) als kleiner Knirps von ca. 6 Jahren - ob des Moosbeerbrockens dermaßen genervt war, dass er kurzerhand den Autoschlüssel im tiefsten Walde absichtlich weggeworfen hat und kein Sterbenswörtchen davon verraten hat,  bis - ja bis eben der besagte Schlüssel zum Heimfahren gebraucht wurde. Der kleine Wolfi behauptete zwar beharrlich den Schlüssel verloren zu haben - aber sein lieber Zwillingsbruder hat ihn verpetzt! Ja, da kann man nur sagen - dumm gelaufen.

Und wenn der Schlüssel nicht von jemand anderem gefunden wurde - dann liegt er dort noch heute.......

Die Moral von der Geschicht:  "Nervt eure Kinder mit Beerenpflücken besser nicht!"




Zutaten

  • 500   g  Moosbeeren (Heidelbeeren)
  • 2 EL      Zucker
  • 250 ml  Milch (oder Wasser = ganz die ursprgl. Variante)
  • 300   g  Mehl
  • Butter zum Herausbacken

 



Zubereitung:
Die Moosbeeren leicht zuckern und mit der Milch (meine Oma hat das früher immer mit Wasser gemacht) übergießen. Das Mehl einrühren bis eine feste Konsistenz entsteht. Flache Nocken formen und in einer Pfanne mit Butter beidseitig braten. Auf einem Teller anrichten - mit reichlich Staubzucker bestreuen und mit einem Glas Milch - am besten frisch vom Bauern - servieren.

Dessertvariation:

- Moosbeernocken mit Zitronensorbet anrichten (ausprobieren lohnt sich!)





Kommentare:

  1. Das sieht lecker aus und ist für morgen geplant!!! Hab mich erst gewundert, was das dunkles sein soll, aber du hattest bestimmt die Beeren, die innen auch blau sind, oder?

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  2. Dass die Blaubeeren warm waren, war ja echt super lecker! Leider hat es bei mir nicht ganz geklappt. War eher eine Art Kaiserschmarrn am Ende:) Aber geschmacklich hat mir`s gefallen. Vielleicht probier ich es nochmal aus, falls ich noch an beeren komme (Im Markt gibt es ja immer nur die, die innen weiß sind...). Oder ich muss einfach noch ein Ei zufügen?

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    1. Hallo Tonia!

      Das war früher ein sogenanntes "Arme-Leute-Essen" deshalb kein Ei und nur Mehl und Wasser. Uns schmeckt die Variante mit Milch irgendwie besser. Der Teig sollte eine etwas festere Konsistenz haben - vielleicht noch etwas Mehl, dass es passt?Oder hast du die Nocken beim Braten vielleicht etwas zu früh gewendet und sie sind deshalb aus der Form geraten? Wenn du ein Ei verwendest - was natürlich auch geht - wird die Masse eher fluffiger. Würde mich freuen wenn es klappt, weil schmecken tun's wirklich irre gut die Moosbeernocken.

      Schönen Abend noch und liebe Grüsse!

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    2. Das ist halt das Problem mit den Amerikanischen Blaubeeren (Heidelbeeren).... ganz genau genommen haben diese überhaupt nichts mit den Waldheidelbeeren gemeinsam....Die Pflanzen haben keinerlei Artenbezug.... es sind ganz andere Beeren und das schmeckt man auch....Wer die gute Heidelbeere will muss echte heimische Heidelbeeren kaufen..... Wohl aber auch teurer... aber eine Geschmacksbombe!
      Lasst es euch schmecken!!!! :-)

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  3. Also ich kann hartnäckig sein:) Werd es nochmal probieren. Kann schon sein, dass der Teig nicht fest genug war. Aber irre guter Geschmack stimmt:) Gerade für mich als absoluter Blaubeerfan!!!

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  4. Das Rezept kannte ich noch gar nicht! Sieht seeehr lecker aus und ich könnte mir vorstellen, dass es mit Vanilleeis bestimmt auch sehr gut schmeckt. Auf jeden Fall eine geniale Idee für einen leckeren Sommer-Nachtisch! Danke für das Rezept.
    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Hallo Nicole!

      Ja, das mit dem Vanilleeis ist eine ganz hervorragende Idee - schmeckt sicher sehr lecker. Ich habe schon jede Menge Moosbeeren eingefroren, dann kann ich die leckeren Nocken auch im Winter machen.

      Liebe Grüsse!

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  5. Liebe Katrin,

    wieder ein Rezept das prompt in meiner Sammlung landet!Ich liebe Heidelbeeren :-) Danke für das tolle Rezept.

    Liebe Grüße
    Andrea

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  6. Liebste Andrea!

    Freut mich, dass du das Rezept toll findest - ausprobieren total empfehlenswert! Schaut zwar nicht so spektakulär aus - schmeckt aber super!

    Schönen Abend noch!

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  7. Oh richtige Blaubeeren und so lecker eingefangen. Die echten intensiven Beeren mit der tollen Farbintensität die schmecken wunderbar, wenn man sie findet ein Glückstreffer. Ja und im Foto gar nicht leicht einzufangen aber hier wieder super gemacht und danke für das Rezept.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag
    Ingrid

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  8. Hallo Ingrid!

    Zum Glück gibt es bei uns - wenn man die richtigen Plätze dafür kennt - total viele Moosbeeren - juhu!!

    Danke, für das Kompliment bezüglich der Fotos - der Göttergatte wollte sie eigentlich nicht freigeben - wäre aber schade um das leckere Rezept gewesen (finde ich).

    Liebe Grüsse!

    Kathrin

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  9. Hallo Kathrin,
    das kannte ich ja noch gargargar nicht!!!!!
    Hört sich superlecker an!!!
    LG Silvia

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    1. Hallo Silvia!

      Freut mich, dass du bei mir heute ein "Unbekanntes" Rezept entdeckt hast! Bei uns kennt Moosbeernocken jeder und ich kenne niemand, dem sie nicht schmecken! Am besten du probierst es aus - geht echt ruckizucki!

      LG Kathrin

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  10. Hallo Kathrin, tatsächlich richtige Moosbeernocken, ich hab ewig herumgedoktert um ordentliche Fotos herzustellen und ich habs dann gelassen ;-) nicht die Nocken, aber die Fotos, ist wirklich schwierig zu fotografieren. Ganz liebe Grüße Claudia

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    1. Hallo Claudia!

      Ja, der Göttergatte wollte mir die Fotos nicht freigeben - des schaut nach nix aus, das geht nicht gescheit zu fotografieren ....
      da hat er sich ziemlich gewehrt - aber letzendlich hab ich ihm versprochen seine Lieblingstorte zu machen

      http://kochshooting.blogspot.co.at/2013/03/Sachertorte.html

      und dann hat es schon gepasst ;-)

      Tatsächlich ist es meiner Hartnäckigkeit zu verdanken, dass der Post bzw. insbesondere auch die
      Fotos veröffentlicht wurden ....

      Schöne Grüsse nach Salzburg!

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  11. Moosbeer Nocken.... Eine tiefe Kindheitserinnerung für mich...!! Mit 4 Jahren habe ich diese Arme-Leut-Nachspeise von der Bäuerin Lisl in Tirol auf den Teller bekommen und nie mehr vergessen können.... Und ein ganz großes Lob für die ursprüngliche Art des Kochens .... denn die Nocken sehen auf dem Foto so aus wie ich sie vor 40 Jahren vor mir hatte. Nicht wie ein in Zeitschriften beliebt abgelichteter Pancake mit Berren oder Kaiserschmarren mit Beeren, sondern tief blau und beerenlastig - mit viel Butter und Puderzucker. So toll, dass ich dieses Rezept hier bei Euch nochmals sehen kann..... und es so erhalten bleibt.
    Das war meine ganz persönliche Anmerkung zur Kindheitserinnerung am Noppenberg in Tirol. Danke an die guade alte Bäuerin und an Euch!!! :-)

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