GARTENANSICHTEN AUGUST




Dieser Spruch könnte direkt von der besten Ehefrau stammen, denn für sie gehört zum Sommer der Duft von Phlox unbedingt dazu. Und so ist im Laufe der Jahre in unserem Garten eine bunte Mischung verschiedener Phloxsorten entstanden. Und wir sitzen an den warmen Sommerabenden auf unserer Terrasse und genießen den Duft des Sommers...










Eine kleine Auswahl von dem, was in unserem Garten derzeit sonst noch so blüht...











MARILLENTARTE



So eine rechteckige Tarteform finde ich total schön - so schön, dass ich vor kurzem beschloss mir eine zuzulegen. Glücklicherweise gibt es ein überaus gut sortiertes Fachgeschäft gleich in meiner Nähe. Voller Vorfreude starte ich ins Geschäft und deponiere meinen Wunsch. Die Verkäuferin starrt mich wie ein Wesen von einem fremden Stern an? Dann zeigt sie mir eine viereckige Kuchenform?? Ich bekräftige nochmals meinen Wunsch eine rechteckige Tarteform zu wollen. Dann wird mir glaubhaft versichert, ich könne diesen Kuchen ja auch in dieser Form machen - das sei ja komplett egal? Ich denke mir noch so - rede ich mir der Verkäuferin chinesisch oder was ist los? Ein neuerlicher Versuch meinerseits wird gleich wieder abgewendet - punkt - aus - basta. Entweder ich nehme diese Form - und wenn mir die nicht gefällt - dann haben sie halt keine. Provokanterweise frage ich dann noch ob ich mir das ganze lieber über das Internet bestellen soll (eigentlich mit dem Hintergedanken, dass die Verkäuferin dann sagt: Nein, wir bestellen ihnen selbstverständlich die von Ihnen gewünschte Tarteform). Meint sie doch, ja das ist eine ganz ausgezeichnete Idee? Das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen - schliesslich geht es letztendlich ja auch um ihren Arbeitsplatz. Eigentlich braucht sich dann auch keiner mehr zu wundern, dass der Internethandel so boomt oder? Kurzum ich habe diese Tarteform "gezwungenermassen" doch im Internet bestellt und musste sich gleich ausprobieren.
Ich finde die Größe ist gerade richtig für unseren 3-Personen-Haushalt! Meine lieben Nachbarn haben diesmal leider durch die Finger geschaut .....




Zutaten für eine Tarteform (11 x 35 cm)
  • 100    g    Butter
  • 175    g    Mehl
  • 125    g    Zucker
  • 1              Prise Salz
  • 2              Eidotter
  • Fett für die Form
  • 1              Biozitrone (1 Zitrone abreiben)
  • 350    g    Marillen (Aprikosen)
  • 175    g    Frischkäse
  • 1              Ei
  • 2 TL         Maizena
  • 2 EL         Rum
  • 4 EL         Marillenmarmelade 
Zubereitung Teig:
Für den Teig die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und mit dem Mehl, 35 g Zucker und einer Prise Salz kurz in der Küchenmaschine mixen. 1 Eigelb dazugeben und kurz weitermixen, bis sich ein geschmeidiger Teig bildet. Den Teig von Hand kurz durchkneten. Die Tarteform ausfetten und den Teig gleichmäßig - ca. 5 mm dick in die Form drücken, dass sich ein Rand bildet. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und für ca. 30 Minuten in das Gefrierfach stellen.
Zubereitung Fülle:
Den Frischkäse, das Ei, den Eidotter, die fein geriebene Zitronenschale, sowie den Zitronensaft und die Marillenmarmelade gut verrühren. Die Fülle auf den Teigboden geben und die Marillen drauf verteilen. Die Tarte im vorgeheizten Backrohr bei 200 ° ca. 40 Minuten backen und dann gut auskühlen lassen.







COUSCOUS-SALAT



Dieser Couscous-Salat gehört zu meinen Sommerfavoriten. Sehr gesund, sehr lecker und vor allem schnell und leicht zubereitet. Gut geeignet als Mitnehm-Mahlzeit  (Büro / Baden am See / Picknick usw..)!

Irgendwie scheinen Teenager auch ihren Geschmack zu verändern - dieser Couscous-Salat wurde auch im vorigen Jahr schon sehr oft von mir gemacht. Allerdings war das Töchterchen da immer alles andere als angetan! Couscous-Salat war im letzten Jahr immer von Gesumse (Gejammer)  begleitet - so nach dem Motto: Gibt es bei uns jetzt gar nichts mehr Leckeres zum Essen?

Komischerweise ist dieser Salat heuer zum absoluten Lieblingssalat meines Töcherchens avanciert (aus welchem Grunde auch immer - liegt es vielleicht daran, dass die Bikini-Figur wichtiger und wichtiger wird??). Immer wenn ich frage was magst du heute muss ich hören: "Cousous-Salat"! Mittlerweile frag ich gar nicht mehr! Okay -  ich mag diesen Salat ja auch supergern - aber 4 x pro Woche muss es dann auch wieder nicht sein.


Zutaten:

  • 200 g      Couscous
  • 200 ml    Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • Paprika
  • Salatgurke
  • Frühlingszwiebel
  • 1 Bund Rucola
  •  schwarze Oliven
  • Cocktailtomaten
  • 1 Pkg.  Schafskäse
  • Saft und abgeriebene Schale einer Biozitrone
  • 1 EL Olivenöl

Das Gemüse ist absolut variabel - ebenso die Kräuter (Petersilie schmeckt auch herrlich, Minze - mhm!) und natürlich auch der Käse (Mozzarellakügelche, Cottage-Cheese, usw.).

Ausprobieren und experimentieren ausdrücklich empfohlen!!




Zubereitung:

Heiße Gemüsebrühe über den Couscous geben - dann das Ganze abdecken, damit der Couscous quellen kann. Eventuell bei Bedarf noch etwas Gemüsebrühe zugeben - und gut abkühlen lassen.

Das Gemüse putzen, waschen und schneiden. (Paprika und Gurken in kleine Würfel, Rucola ebenfalls schneiden ). Beim Gemüse habe ich keine Mengenangaben dazugeschrieben -  kann nach Lust/Laune/Geschmack variiert werden. 

Das Gemüse mit dem gequollenen ausgekühlten Couscous vermischen. Die Zitrone abreiben und aufschneiden und den Saft/Abrieb über den Salat geben - ebenso das Olivenöl dazugeben. Salzen und pfeffern  und zuletzt den Schafskäse in kleine Würfel schneiden und vorsichtig untermischen.





MOOSBEER NOCKEN



Moosbeer-Nocken (Blaubeernocken) sind ganz schnell gemacht, furchtbar lecker und überhaupt's ganz am Besten wenn die Moosbeeren (Blaubeeren) selber gepflückt wurden! Gekaufte Heidelbeeren - die überdimensional riesigen Dinger ohne jeglichen Geschmack - sind dafür gänzlich ungeeignet!

Ich entsinne mich, dass auch mir als Kind das "Moosbeerbrocken" (Blaubeeren pflücken) eher in schauderhafter als in freudiger Erinnerung erhalten geblieben ist. Zugegebenermaßen ist für ein Kind das Herumgepirsche im Wald zum Beerenpflücken ja nicht unbedingt das was heute cool ist!  "Chillen"  ist angesagt - auch das hat man früher schlicht und einfach "herumstinken" genannt. Okay, die Zeiten ändern sich und das ist gut so!

Also mein liebes Töchterchen - ich hatte vollstes Verständnis für deine  Mieselmütigkeit beim letzten Moosbeersammeln. Übrigens fällt mir da eine Geschichte meiner Schwiegermutter ein,  die uns einst in Plauderlaune erzählte, dass dein Papa (also der Göttergatte) als kleiner Knirps von ca. 6 Jahren - ob des Moosbeerbrockens dermaßen genervt war, dass er kurzerhand den Autoschlüssel im tiefsten Walde absichtlich weggeworfen hat und kein Sterbenswörtchen davon verraten hat,  bis - ja bis eben der besagte Schlüssel zum Heimfahren gebraucht wurde. Der kleine Wolfi behauptete zwar beharrlich den Schlüssel verloren zu haben - aber sein lieber Zwillingsbruder hat ihn verpetzt! Ja, da kann man nur sagen - dumm gelaufen.

Und wenn der Schlüssel nicht von jemand anderem gefunden wurde - dann liegt er dort noch heute.......

Die Moral von der Geschicht:  "Nervt eure Kinder mit Beerenpflücken besser nicht!"




Zutaten

  • 500   g  Moosbeeren (Heidelbeeren)
  • 2 EL      Zucker
  • 250 ml  Milch (oder Wasser = ganz die ursprgl. Variante)
  • 300   g  Mehl
  • Butter zum Herausbacken

 



Zubereitung:
Die Moosbeeren leicht zuckern und mit der Milch (meine Oma hat das früher immer mit Wasser gemacht) übergießen. Das Mehl einrühren bis eine feste Konsistenz entsteht. Flache Nocken formen und in einer Pfanne mit Butter beidseitig braten. Auf einem Teller anrichten - mit reichlich Staubzucker bestreuen und mit einem Glas Milch - am besten frisch vom Bauern - servieren.

Dessertvariation:

- Moosbeernocken mit Zitronensorbet anrichten (ausprobieren lohnt sich!)





HEIDELBEER SCHOKO COOKIES




Moosbeeren (Heidelbeeren) - die "echten - ursprünglichen" aus dem Wald sind ungleich köstlicher als sogenannte Moosbeeren aus Kulturanpflanzung. Doch wie schafft man es einen Teenager zum Moosbeeren brocken (Heidelbeeren pflücken) zu bewegen? Ein schier unmögliches Vorhaben - aber eine kleine List hat mir letztendlich dabei geholfen. Ich habe meinem Töchterchen versprochen aus den Moosbeeren leckere Cookies mit Schokolade zu machen.
Die anfängliche -  "zaghafte und verhaltene Begeisterung" -  ist relativ schnell wieder in Gemotze übergegangen - aber für Cookies und Moosbeernocken (Post folgt demnächst) hat die Ausbeute allemal gereicht.








Zutaten für ca. 2 Bleche Cookies

  • 100 g   Butter
  • 120 g   Zucker
  •   20 g   Braunzucker
  •       1    Ei
  • 160 g   Mehl
  •   70 g   Haferflocken
  •   70 g   Moosbeeren (Heidelbeeren)
  • 100 g   weisse Schokolade in kleine Stücke gehackt
  • 1/2 TL  Backpulver
  • 1/4 TL  Natron (Speisesoda)
  • 1          Prise Salz
  • 1          Prise Zimt






Zubereitung:

Butter und Zucker mit dem Mixer gut verrühren. Das Ei dazugeben und die ganze Masse flaumig rühren. Mehl, Haferflocken, Backpulver, Speisesoda, Salz und Zimt gut durchmischen und dann ebenfalls in den Mixer geben und verrühren - die Grundmasse ist fertig. Die gehackte Schokolade dazugeben und vorsichtig die Moosbeeren untermengen - dann ist die Masse fertig. Mit einem Löffel kleine Häufchen auf das Backblech geben und vorsichtig plattdrücken. Achtung: Genügend Abstand lassen - die Cookies werden größer! Im vorgeheizten Backrohr bei 170 ° ca. 8 - 10 Minuten backen und danach gut auskühlen lassen.

Fertig!





MARILLENSCHNITTEN



Endlich ist sie gekommen - die heiss ersehnte Lieferung der Wachauer-Marillen! Schauen sie nicht prächtigst aus? Der Geschmack ist einfach unvergleichlich - herrlich süss, saftig - eine wahre Pracht - findet ihr nicht auch?




Heute gibt es wieder ein Küchengeheimnis-Rezept von der Oma - nämlich einen schnellen, saftigen Marillenblechkuchen.






Zutaten für 1 Blech:

  •     6       Eier
  • 220  g   Staubzucker
  • abgeriebene Schale einer Biozitrone
  • 1           Vanillezucker
  • 170 ml  Öl (geschmacksneutral)
  • 280 g    Mehl
  • 1           Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • etwas Rum
  • etwas Bittermandelaroma 
  • Marillen zum Belegen (geht natürlich auch mit jedem anderen Obst)

Zubereitung:

Die Eier mit dem Staubzucker, dem Salz sowie dem Vanillezucker sowie einer Prise Zimt schaumig schlagen. Die abgeriebene Zitronenschale dazugeben und danach das Öl unter ständigem Rühren langsam dazugeben. Zuletzt das mit Backpulver vermischte Mehl untermengen sowie etwas Rum und Bittermandelaroma hinzufügen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen - mit halbierten Marillen belegen und im vorgeheizten Backrohr bei ca. 180 ° ca. 45-50 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Gut auskühlen lassen und mit etwas Staubzucker bestäuben.










Quelle: Omas Küchengeheimnis (Psst - nicht weitersagen!)
 
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