BIRNEN-TOPFEN-TORTE MIT BAISERHAUBE



Die letzten Jahre hat uns der Birnbaum nicht wirklich mit prallen und saftigen Birnen verwöhnt. Vereinzelt konnte man man hie und da ein kleines wurmstichiges Exemplar erspähen. Im Herbst vorigen Jahres hatte ich für mich insgeheim beschlossen - der Baum bringt nix - der muss weg. Bitte haltet mich jetzt nicht für komplett bescheuert - aber ich habe dem Baum mal so richtig ordentlich die Meinung gesagt! So von wegen - da im Garten sinnlos rumstehen und nichts auf die Reihe (ähm auf den Baum kriegen!). Dann habe ich ihm (dem Baum natürlich) mit sehr grantiger Stimme auch noch mit dem Umschneiden gedroht - sollte sich das nicht raschestens ändern! Warum wir heuer so viele Birnen in Hülle und Fülle haben - das weiß ich selber nicht ......




Nach kurzer Abstimmung - wie wir die Birnen am leckersten verwenden könnten - entschied sich der Familienrat dann für diese  


B I R N E N - T O P F E N T O R T E



Zutaten - Mürbteig:
200 g Mehl
100 g Butter
50 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
1 TL Backpulver

Zutaten - Füllung:
500 g Topfen
1 Ei 
2 Eigelb
Saft 1/2 Zitronen
2 cl Rum
1 Pkg. Puddingpulver Vanille
70 g Zucker
450 ml Milch
50 ml Sonnenblumenöl

Zutaten - Baiser
2 Eiklar
100 g Zucker



Zubereitung:
  • Die Teigzutaten verkneten und den Teig für ca. 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen
  • Springform mit Backpapier auskleiden und dann den Boden mit dem Teig auskleiden und einen Rand hochziehen
  • Die Birnen (natürlich könnt ihr auch anderes Obst verwenden: Äpfel, Rhabarber, Zwetschgen, Kirschen ...) in Streifen schneiden und den Boden damit bedecken
  • Aus Puddingpulver, Milch, Öl und Zucker nach Packungsanweisung einen Pudding zubereiten und abkühlen lassen
  • Topfen mit Eigelb, Eidotter, Zitronensaft und Rum gut verühren und dann - nach und nach den ausgekühlten Vanillepudding dazurühren und gleichmäßig auf den Birnenspalten verteilen 
  • Torte im vorgeheizten Backrohr bei 200 ° ca. 45 Minuten backen
  • Zwischenzeitlich das Baiser herstellen (Eiweiß steif schlagen und den Zucker unterheben)
  • Baiser auf der vorgebackenen Torte verteilen und weitere 10 - 15 Minuten fertigbacken
  • Abkühlen lassen und dann noch für ca. 1 - 2 Stunde im Kühlschrank durchkühlen lassen













APFEL-GALETTE



Es ist schon eine Weile her, dass ich diesen Post geschrieben habe - aber nachdem die Apfelsaison ohnedies erst jetzt so richtig startet - habe ich beschlossen die Apfel-Galette doch zu posten - weil welche Äpfel man dazu nimmt (frühe oder späte Sorten) ist gelinde gesagt wurst.

Den ursprünglichen Text mag ich nicht verändern - weil ich dieses Thema nach wie vor so sehe .....


Wo soll ich anfangen? Bei den Äpfeln aus Nachbars Garten - genau, damit fange ich also an! Diese Äpfel haben wir früher bei uns daheim auch gehabt. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Diese Äpfel waren immer die ersten - die Frühreifen - saftig, knackig und bei uns Kindern sehr begehrt. So ein Weiss-Apfel-Baum ist für mich heute auch noch etwas besonderes - zumal mir nicht bekannt ist, dass es diese Sorte heute noch irgendwo zu kaufen gäbe. Mir geht es da um die Wertschätzung gegenüber den Dingen. Besagte "Weiss-Äpfel" werden von den Nachbarn soll ich jetzt sagen "zum Glück" oder "traurigerweise" wenig bis gar nicht wertgeschätzt. Die meisten verfaulen auf der Wiese und ein paar werden an die Schweine verfüttert. Das finde ich "jammerschade". Ich konnte nicht anders - ich hab einfach bei den Nachbarn gefragt, ob ich ein paar Äpfel nehmen darf! Sogt de Nochbarin: "Mogst du de Äpfi ? Bei ins mogs koana de kloan Scheissal - nimm da lei so vü wia's mogst - sen ja eh gnuag do! (Übersetzung: Magst du diese Äpfel - bei uns mag sie niemand - diese kleinen Dinger! Sind ja genug da - nimm so viel du magst). Und schaut sie euch an - sie sehen nicht nur wundervoll aus - sondern sie schmecken auch so!!!


 


Man stelle sich mal vor, dass es um 1880 weitaus mehr als 20.000 (jawohl ZWANGZIGTAUSEND!!) Apfelsorten weltweit gegeben hat. Jetzt regieren Einheitsäpfel wie Elstar, Golden Delicious  Granny Smith den Markt (die finde ich übrigens alle nicht so wirklich prickelnd). Ich finde, dass sich Nachbars Äpfel sehr gut auf dieser Galette machen!




Zutaten für den Teig:
250 g Mehl
2 EL Zucker
1 Prise Salz
150 g kalte Butter
etwas abgeriebene Bio-Zitrone
6 EL Eiswasser

Zutaten für den Belag:
3 bis 4 säuerliche Äpfel nach Wahl
100 g Butter
1 EL Brauner Zucker
1 Msp. Zimt

Sirup:
125 ml Apfelsaft
80 g Zucker
Apfelschalen, Apfelreste, Kerngehäuse





Zubereitung Teig:
  • Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen
  • Kalte Butter in kleine Würfel schneiden
  • 1/3 der Butter grob in den Teig einarbeiten und etwas zerbröseln
  • Restlichen Butter und abgeriebene Zitronenschale ebenso einarbeiten und dabei darauf achten, dass einige größere Butterstückchen im Teig erhalten bleiben - das macht den Teig knusprig
  • Eiswasser zugeben und den Teig rasch zu einer Kugel zusammendrücken - keinesfalls zu viel kneten - Butterstückchen sollten noch sichtbar sein - Teig leicht flach drücken und in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank mindestens 30 Minuten ruhen lassen

Zubereitung Belag:
  • Äpfel schälen (Schalen für den Sirup verwenden!)
  • Fruchtfleisch mit einem Hobel oder Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden
  • Kerngehäuse, Äpfelreste und -schalen in einem Topf zur Seite stellen

Zubereitung Galette:
  • Butter in einem Topf bei kleiner Hitze schmelzen lassen
  • Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 3 - 4 Millimeter dick auswalken
  • Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit den Äpfel belegen
  • Rand großzügig einschlagen
  • Äpfel mit der flüssigen Butter bestreichen und mit dem Zimt sowie dem braunen Zucker bestreuen
  • Galette im Backofen bei 180 ° ca. 25 Minuten goldbraun backen - ich habe danach noch kurz die Grillfunktion aktiviert (Zucker karamellisiert dann)
  • Galette dann noch warm mit dem Apfelsirup bepinseln

Zubereitung Apfelsirup:
  • Kerngehäuse, Apfelreste und -schalen mit dem Apfelsaft auf kleiner Flamme zu Sirup einkochen
  • Das dauert je nach Menge ca. 40 bis 60 Minuten
  • Sirup dann durch ein Sieb abgießen






Tip:

Serviert diese Apfel-Galette mit einer Kugel Vanilleeis und schon wird daraus ein köstliches Dessert!







Quelle:
Abgewandelt nach einem Rezept von 
Bernadette Wörndl
Kochbuch: Von der Schale bis zum Kern 





HEILIGENBLUT / GLOCKNERGRUPPE



Es bloggt wieder einmal der Göttergatte.

Sommerfrische auf der Alm - das ist ein besonderes Erlebnis. Als Kinder haben wir immer im Sommer und im Winter einige Tage auf der Alm verbracht, und ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück.

In diesem Sommer habe ich gemeinsam mit meiner Tochter drei Tage auf einer Almhütte in Heiligenblut (Glocknergruppe) verbracht. Wie man auf den Fotos sieht, war das Wetter ziemlich wechselhaft. Aber für einen Alm-Urlaub gibt es kein "schlechtes" Wetter. Denn wenn es draußen regnet und der Nebel vom Tal herauf zieht - dann wird es in der warmen Hütte erst recht gemütlich.
















Natürlich haben wir auch die Wallfahrtskirche in Heiligenblut besichtigt und das Bergsteiger-Grab am Friedhof besucht. In dem Buch am Grab sind alle Namen der Bergsteiger angeführt, die am Glockner tödlich verunglückt sind.






Fahrt zur Franz-Josefs-Höhe und Wanderung auf dem Gamsgrubenweg (mit Blick auf die Pasterze, den längsten Gletscher der Ostalpen). Und wir hatten Glück - für einen ganz kurzen Moment tauchte der Gipfel des Großglockners aus den Wolken auf.





























JOHANNISBEER-SCHNITTEN




Manchmal muss ich Sachen machen, auf die ich keine Lust habe. Aber dieses Problem haben wir ja alle mal mehr oder weniger. In diesem Fall geht es um die besagten Johannisbeer-Schnitten,  die sich der Göttergatte ausgesucht hat. Ich mag zwar gern Johannisbeersaft, aber im großen und ganzen hat sich's damit auch schon. Aber dann wird mir - gemeinsam mit den frisch gepflückten Johannisbeeren - schon das Rezept über den Tisch rübergeschoben! Abwehrend versuche ich noch einzuwenden, dass ich mir nicht so recht vorstellen kann, dass Johannisbeeren im Kuchen gut schmecken würden! Nach  kurzem Durchlesen des Rezeptes bin ich endgültig überzeugt, dass dieser Kuchen nur ein Reinfall werden kann - die Zubereitung gefällt mir absolut nicht! Beinahe mit Engelszungen redet der Göttergatte auf mich ein. So nach dem Motto, das ist egal - wenn's nicht schmeckt esse ich es halt allein! Abschließend muss ich sagen - Rezept abgewandelt - und der Göttergatte hat die Schnitten absolut nicht allein essen müssen - sie waren extrem köstlich! Welch ein Glück, dass wir so viele Johannisbeeren im Garten haben - Yummie!!





Zutaten für 1 Backblech
125 g kalte Butter
75 g weiche Butter
175 g Mehl
4 Eier
180 g Zucker
1 Prise Salz
1 Bio-Zitrone
500 g Topfen 
4 TL Speisestärke
300 g Johannisbeer-Gelee
400 g schwarze Johannisbeeren






Zubereitung  Teig:

  • Backblech mit Backpapier belegen
  • Boden: 1 Ei trennen, 175 g Mehl, 50 g Zucker, 1 Prise Salz, Eigelb und 125 g kalte Butter in Stückchen mit dem Knethaken des Rührgerätes zu einem glatten Teig verkneten
  • Teig zugedeckt ca. 1/2 Stunde kalt stellen

Zubereitung Topfenmasse:
  • Bio-Zitrone heiß abwaschen und trocken tupfen - Schale fein abreiben - Zitrone auspressen
  • 75 g Butter und 130 g Zucker mit dem Schneebesen des Rührgerätes gut cremig rühren
  • 3 Eier und das übrige - zu Schnee geschlagene Eiweiß - sowie den Topfen nach und nach unterrühren
  • Zitronenschale, Zitronensaft sowie die Stärke ebenfalls unterrühren
  • Backofen auf ca. 175° vorheizen

Zubereitung Schnitten:
  • Teig dünn ausrollen und auf das Backblech legen - mit einer Gabel mehrmals einstechen 
  • Johannisbeergelee gleichmäßig auf dem Teig verteilen und dann die Johannisbeeren darübergeben
  • Zuletzt die Topfenmasse darübergeben und möglichst glatt streichen
  • Im vorgeheizten Backrohr ca. 1 Stunde backen und dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen




















ZIEGENKÄSE-CROSTINI MIT MARILLENCHUTNEY




Ich muss zugeben, es ab und zu ganz gern mal "süss-sauer" zu mögen. Viele Leute können ja mit dieser Geschmacksrichtung nicht allzuviel anfangen. Wenn ich da so an das ein oder andere Gericht beim Chinesen denke - kann ich das absolut verstehen. Aber vielleicht sollten diejenigen mal selber ein Marillenchutney machen - ich bin davon überzeugt, dass sie bald absolute "Süss-Sauer-Fans" werden würden! Dieses Marillenchutney liebe ich persönlich über alle Maßen! Es schmeckt absolut herrlich zu Grillfleisch, zu Wiener Schnitzel und natürlich zu Käse. In diesem Fall allerfeinst zu krossen Ziegenkäse-Crostinis! Mecker - ähm sehr lecker würde ich mal dazu sagen. Probieren wärmstens empfohlen!




Zutaten Chutney (ca. 4 -6 Gläser)
1 kg Marillen (Aprikosen)
250 g  Zwiebel
1 rote Chilischote
400 g Zucker 
1 TL Salz
180 ml  Weißwein-Essig
3 Marillenkerne

Zutaten Ziegenkäse-Crostini (für 4 - 6 Personen)
1/2 Baguette
150 bis 200 g Ziegenfrischkäse (kann natürlich auch normaler Frischkäse sein)
6 TL Marillenchutney
1 Handvoll schwarze Oliven
1 Zweig frischer Minze
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
fruchtiges Olivenöl zum Beträufeln





Zubereitung (Chutney):

  • Marillen vom Kern befreien und klein schneiden,  3 Marillenkerne knacken und die Kerne (die mandelähnlich aussehen)  im Mörser zerdrücken
  • Zwiebel möglichst fein würfeln
  • Von den Chilischoten die Kerne unter laufendem Wasser entfernen und in feine Streifen schneiden (wenn du es gern scharf magst  kannst du gerne auch ein paar Kerne dazugeben)  
  • Alle Zutaten im offenen Topf, bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren dicklich einkochen lassen
    (mindestens 1 Stunde - die Flüssigkeit muss sich ziemlich einreduzieren!)
  • Das fertige Chutney heiß in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen
  • Möglichst dunkel gelagert hält das Chutney ca. 1 Jahr




Zubereitung Ziegenkäse-Crostini:

  • Baguette schräg in Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier belegten Blech bei 170 ° ca. 8 Minuten rösten
  • Etwas abkühlen lassen und dann mit dem Ziegenfrischkäse bestreichen
  • Jeweils 1/2 TL Marillenchutney auf den Ziegenkäse daraufsetzen und Oliven und Minze auf den Crostinis verteilen
  • Zuletzt mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreuen und mit Olivenöl beträufeln



















RIBISEL-MUFFINS MIT VANILLESAUCE





Richtig beerig ist es heuer bei uns im Garten, Ribiseln, Johannisbeeren gib es sprichwörtlich in Hülle und Fülle! Nur meine Lieblingsbeeren: "Himbeeren und Stachelbeeren" die schwächeln ziemlich. Vereinzelt findet sich hie und da eine Frucht - ich versteh's auch nicht. Aber jammern nützt ja auch nix - also werde ich mir "gezwungenermaßen" halt doch mit den Ribiseln den Tag etwas versüßen. Schon allein der Gedanke an lauwarme Ribiselmuffins  mit Vanillesauce versetzt mich in Hochstimmung. Und ich verrate euch nur so viel - ich habe mich nicht umsonst gefreut.......




Zutaten für ca. 4 - 6 Stück 
2 Eidotter
2 EL Zucker
30 ml Sahne
60 g glattes Mehl
1 Prise Salz
2 Eiklar (steifgeschlagen)
100 g Ribiseln (geputzt und gewaschen)

Zutaten für die Vanillesauce
1 EL Vanillepuddingpulver
1/4 Liter Milch
1 EL Zucker

Staubzucker zum Bestäuben





Zubereitung Muffins:

  • Eidotter mit dem Zucker gut schaumig schlagen - etwas salzen und dann die Sahne unterrühren 
  • Zuletzt das Mehl und den Eischnee abwechselnd unterheben
  • Masse in Papierförmchen füllen - Ribiseln darauf verteilen und die Muffins bei 220 ° ca. 10 - 15 Minuten im vorgeheizten Backrohr backen


Zubereitung Vanillesauce:
  • Puddingpulver mit etwas kalter Milch glattrühren
  • Übrige Milch aufkochen lassen - Zucker beigeben, alles mit dem Puddingpulvergemisch verrühren und unter ständigem Rühren dicklich einkochen lassen
  • Die warmen Muffins (eventuell aus den Formen herausnehmen) und mit der Vanillesauce servieren














 
© Design by Neat Design Corner